Deutsche Demokratische Partei

    Aus Lexikon Drittes Reich

    (DDP), am 16. 11. 18 als Sammelpartei für Links- wie Nationalliberale gegründete politische Partei, der aber der rechte Flügel (Deutsche Volkspartei) weitgehend fern blieb; der spätere (1925) Versuch eines Zusammenschlusses scheiterte. In der Weimarer Nationalversammlung mit 74 Sitzen noch drittstärkste Fraktion, verschliss sich die DDP in der Regierungsbeteiligung in der Weimarer Koalition und gab laufend nach links und v. a. an die DVP Stimmen ab; 1928 noch 25 Mandate. Hinzu kam, dass die DDP führende Repräsentanten wie den Mitbegründer Friedrich Naumann (1919), den Soziologen Max Weber (1920), Rathenau (1922) und den Verfassungsvater Hugo Preuß (1925) früh durch Tod verlor. Der Zusammenschluss mit dem Jungdeutschen Orden 1930 zur Deutschen Staatspartei brachte keine Wende mehr für die nur noch von der liberalen Presse (u. a. "Vossische Zeitung", "Frankfurter Zeitung") unterstützte Partei, deren letzte fünf Abgeordnete dem Ermächtigungsgesetz zustimmten und die sich am 28. 6. 33 unter nationalsozialistischem Druck selbst auflöste.