Deutsche Evangelische Kirche

    Aus Lexikon Drittes Reich

    Zusammenschluss der 28 evangelischen Landeskirchen gemäß Reichskirchenverfassung vom 11. 7. 33, durch Reichsgesetz vom 14. 7. bestätigt und in den Kirchenwahlen vom 23. 7. von den Gemeindemitgliedern gebilligt. Die Deutsche Evangelische Kirche war Ergebnis der Bemühungen Hitlers, eine einheitliche evangelische Reichskirche zu bilden und sie durch vertragliche Regelungen analog zum Konkordat seinem Konzept der Gleichschaltung zu unterwerfen. Trotz großer Mehrheit der Deutschen Christen bei den Kirchenwahlen und Durchsetzung L. Müllers als Reichsbischof (27. 9. 33) scheiterte die Einigung durch die Deutsche Evangelische Kirche am Widerstand der Bekennenden Kirche. Diese wehrte sich gegen das Eindringen von nationalsozialistischem Gedankengut und setzte der Deutschen Evangelischen Kirche eine eigene "Vorläufige Kirchenleitung" (VKL) entgegen. Auch die Einsetzung des Reichskirchenministers Kerrl am 16. 7. 35 mit weitreichenden Befugnissen brachte keine Fortschritte. Hitler ordnete daher am 15. 2. 37 die Wahl einer Generalsynode zur Neugestaltung der Deutschen Evangelischen Kirche an. Sie trat nie zusammen, eine wirkliche Deutsche Evangelische Kirche hatte sich im Kirchenkampf nicht durchsetzen lassen.