Deutsche Gesellschaft für öffentliche Arbeiten AG

    Aus Lexikon Drittes Reich

    (Offa), am 1. 8. 30 gegründete Aktiengesellschaft; Instrument des Reichs zur Förderung und Finanzierung von Projekten im Rahmen der Arbeitsbeschaffung ohne Verpflichtung zur Rücksicht auf die starren Bestimmungen des Haushaltsrechts. Das anfängliche Aktienkapital betrug 150 Millionen RM, Rückflüsse aus Zinsen und Tilgungen aus früher vom Reich vergebenen Darlehen wurden zudem zur Verfügung gestellt. Zu unterscheiden ist das Eigengeschäft und das seit 1932 betriebene Treuhandgeschäft der Deutschen Gesellschaft für öffentliche Arbeiten AG: Das Eigengeschäft finanzierte sich aus den Rückflüssen und Zinsen sowie dem Eigenvermögen: bis 1936 ca. 200 Millionen RM Darlehen, v. a. an Länder und Kommunen. Im Treuhandgeschäft vergab die Deutsche Gesellschaft für öffentliche Arbeiten AG vornehmlich Darlehen im Rahmen der Arbeitsbeschaffungsprogramme der Reichsregierung, bis 1939 rund 1 257 Millionen RM. Nach Ausbruch des Kriegs gewährte die Deutsche Gesellschaft für öffentliche Arbeiten AG Kredite an Unternehmer zur Umstellung der Produktion auf die Erfordernisse der Kriegswirtschaft.