Deutsche Glaubensbewegung

    Aus Lexikon Drittes Reich

    am 30. 7. 33 auf Initiative von Hauer gegründeter Zusammenschluss völkischer Sekten, die nach "arteigenem Glauben" in Abkehr vom Christentum strebten. Sie lösten sich zugunsten der Deutschen Glaubensbewegung im Mai 34 auf, bestätigten Hauer als Vorstand und Reventlow als Stellvertreter. Weltanschauliches Fundament war die Überzeugung, dass jedes Volk "von seinem Blute her" eigene religiöse Bekenntnisse entwickle, die vom Christentum überdeckt seien. Die Deutsche Glaubensbewegung suchte daher in germanischer Vorzeit die Quellen einer "deutschen Gotterkenntnis" und belebte alte Riten neu. Organisiert war die Deutsche Glaubensbewegung in Orts-, Kreis- und Landesringen. Zwar war ihre Tätigkeit durch den so genannten Duldungserlass vom 13. 10. 33 gedeckt, doch widersprach sie dem Totalitätsanspruch des Nationalsozialismus., so dass Schikanen (z. B. 1937 Unterdrückung ihrer Zeitschrift "Durchbruch") und Verbote für Parteimitglieder, Deutsche Glaubensbewegungs-Veranstaltungen auch nur zu besuchen (11. 11. 37, für SS-Männer schon 20. 9. 35), zu rapidem Schwund und Auflösungserscheinungen führten. Die Umbenennung 1938 in "Kampfring Deutscher Glaube" und zunehmende antichristliche Radikalisierung änderten daran nichts.