Deutsche Gymnastik

    Aus Lexikon Drittes Reich

    vorwiegend für die Mädchenerziehung entwickelte Leibesübungen, die insbesondere das BDM-Werk Glaube und Schönheit pflegte. Was für die männliche Jugend der Wehrsport war, sollte die Deutsche Gymnastik für die jungen Frauen sein, die sich der Nationalsozialismus "gläubig, schön und stolz" wünschte und die vor allem auf die Mutterschaft vorbereitet werden sollten. Es dominierte daher in der Deutschen Gymnastik das zyklische Element (Kreisen, Schwingen), "da für das Muttertum das restlose Funktionieren der Urbewegungen Voraussetzung ist" und weil rhythmische Bewegung "jene innere Heiterkeit zu erhalten vermag, die die Mutter notwendig braucht". Die Deutsche Gymnastik stand damit auch im Dienst des HJ-Gesundheitsgrundsatzes: "Dein Körper gehört deiner Nation."