Deutsche Hochschule für Politik

    Aus Lexikon Drittes Reich

    1920 als Fachhochschule für die politische Wissenschaft in Berlin gegründet, 1933 zu einer nationalsozialistischen Lehr- und Forschungsanstalt umgewandelt, an der Mitglieder der NSDAP oder ihrer Untergliederungen studieren sollten: Das dreiphasig gegliederte Studium vermittelte im Grundstudium Kenntnisse in Rassenkunde, deutscher Geschichte, europäischer Geographie; in der 2. Phase kamen u. a. Rechts- und Staatslehre, Wirtschafts- und Sozialpolitik hinzu; in der 3. Phase erfolgte dann eine Spezialisierung. Ergänzt wurde das Lehrangebot der Hochschule für Politik durch Vortragsreihen mit "hervorragenden Wissenschaftlern und Politikern des nationalsozialistischen Deutschlands" sowie durch Ferienkurse für Ausländer. Der Hochschule für Politik wurden mehrere nationalsozialistische Bildungseinrichtungen angegliedert: Seminar für HJ-Führer, Seminar für SA-Führer, Seminar für die DAF, Seminar des NSLB für national-politische Pädagogik u. a. 1949 wurde die Hochschule für Politik neu gegründet, die 1959 als Otto-Suhr-Institut in die Freie Universität Berlin eingegliedert und später zu einem eigenen Fachbereich Politische Wissenschaft wurde.