Deutsche Nationalsozialistische Arbeiterpartei

    Aus Lexikon Drittes Reich

    (DNSAP), seit 5. 5. 1918 Name der Deutschen Arbeiterpartei Österreichs (gegründet 1904), die nach Auflösung der österreichisch-ungarischen Monarchie in eine österreichische und eine sudetendeutsche Organisation zerfiel. Während die österreichischen Reste sich bald der NSDAP anschlossen, blieb die Gruppe in der Tschechoslowakei selbständig, stand aber ideologisch und v. a. außenpolitisch der großdeutschen Linie der NSDAP nahe. 1925 erhielt die DNSAP fünf, 1929 schon neun Sitze im Prager Abgeordnetenhaus und verfocht immer radikaler die Forderung nach Anschluss des Sudetenlands an das Deutsche Reich. 1932 wurde ihr SA-ähnlicher Kampfverband "Volkssport" verboten, dem Parteiverbot wegen subversiver Beziehungen zur "staatsfeindlichen NSDAP" kam man am 4. 10. 33 durch Selbstauflösung zuvor. Die meisten Mitglieder fanden sich später in der Sudetendeutschen Partei wieder.