Deutsche Wochenschau

    Aus Lexikon Drittes Reich

    Zusammenstellung (15-20 Minuten) von kurzen Nachrichtenfilmen über politische, kulturelle und sportliche Ereignisse, meist zweimal wöchentlich neu, in fast allen Kinos vor Beginn des Spielfilms vorgeführt. Regelmäßige Wochenschauen gab es in Deutschland seit 1910; zum Teil (UFA seit 1927) bewusst nationalistisch ausgerichtet, so dass Goebbels hier 1933 eine funktionierende "Propagandamaschine" vorfand. Nach Kriegsbeginn wurden 1940 die vier Wochenschauen privater Filmgesellschaften zur Deutschen Wochenschau zusammengefasst (Deulig, Deutsche Wochenschau, Tobis Wochenschau, UFA-Wochenschau), um die politische Wirksamkeit zu steigern: "Die Wochenschau insbesondere ist der gegebene Ort propagandistischer Einwirkung, um die Welt des Führers allen Volksgenossen nahe zu bringen und sein Wesen als Verkörperung des gesamtdeutschen Seins fühlbar werden zu lassen" (Ludwig Heyde). Als Medium der Kriegsberichterstattung wurde die Deutsche Wochenschau für die Nationalsozialisten so wichtig, dass Goebbels selbst die neuen Programme kontrollierte und zur Vorführung freigab.