Deutsches Nachrichtenbüro

    Aus Lexikon Drittes Reich

    (DNB), zentrale staatseigene Presseagentur mit zahlreichen Nebenstellen im In- und Ausland. Das DNB entstand im Dezember 33 aus der im Auftrag des Propagandaministers von M. Winkler organisierten Zusammenlegung des Wolffschen Telegraphen-Büros (WTB), der regierungsamtlichen Agentur der Weimarer Republik, mit der Telegraphen-Union (TU) des Hugenberg-Konzerns. Das Deutsche Nachrichtenbüro gab den "Allgemeinen DNB-Dienst" und verschiedene Wirtschafts-, Kultur-, Sport- und Bilderdienste heraus, im Krieg auch für Minister, Reichs- und Gauleiter den geheimen Informationsdienst "DNB Weiß". "DNB Rot" und "DNB Blau" leiteten einen Teil dieser Informationen an ausgewählte Personenkreise, z. B. Hauptschriftleiter, Parteifunktionäre, weiter.