Deutsches Turn- und Sportfest

    Aus Lexikon Drittes Reich

    eigentlich als regelmäßige Einrichtung geplantes, aber nur einmal abgehaltenes Treffen der besten deutschen Sportler. Das Deutsche Turn- und Sportfest wurde 1938 aus politischen Gründen ins grenznahe Breslau vergeben. Die revanchistische Zielsetzung ging aus der vertraulichen Presseweisung vom 19. 7. 37 hervor, "dass das Fest in hohem Maße der deutschen Grenzpolitik dienen werde". Daher flossen in die Vorbereitung auch 1,3 Millionen Mark aus dem Etat des Propagandaministeriums, das das Deutsche Turn- und Sportfest zum größten nationalen Sportereignis des Dritten Reiches machte. Unter den 250 000 Teilnehmern kämpften vom 24. bis 31. 7. 38 auch 30 000 sudetendeutsche Sportler um Platz und Sieg, propagandistische Vorbereitung der Sudetenkrise.