Deutschkunde

    Aus Lexikon Drittes Reich

    übergreifende Bezeichnung für alle Schulfächer, in denen deutsche Kultur thematisiert wird: Deutsch, Geschichte, Erdkunde, Religion, Kunsterziehung, Musik. Im Zusammenhang mit den Schulreformen der 20er Jahre forderte der Germanistenverband bereits eine "umfassende Deutschkunde", um das deutsche Geistesleben "auf völkische Grundlagen" zu stellen. Nach 1933 nahm die Fächergruppe Deutschkunde neben den Leibesübungen die zentrale Stellung im nationalsozialistischen Bildungswesen ein; sie sollte die Schüler zu "den Quellen des deutschen Volkstums führen" und zur "Stärkung" jener Werte beitragen, die "zutiefst im germanischen Wesen schlummern und sorgfältig herangezüchtet werden müssen" (Rosenberg).