Deutschlandlied

    Aus Lexikon Drittes Reich

    ("Das Lied der Deutschen"), 1922-45 offizielle Nationalhymne des Deutschen Reichs, von 1933 an gemeinsam mit dem Horst-Wessel-Lied. Von Hoffmann von Fallersleben 1841 auf Helgoland geschrieben (zur Melodie der 1797 von J. Haydn komponierten österreichischen Kaiserhymne), sollte das Deutschlandlied zunächst Aufruf zur Einigung Deutschlands sein, wurde im Ausland jedoch wegen seiner Eingangszeile "Deutschland, Deutschland über alles" und wegen der in der 1. Strophe reklamierten Gebiete ("von der Maas bis an die Memel ...") früh als Ausdruck des deutschen Chauvinismus aufgefasst. Im Ersten Weltkrieg sang man es als "Bekenntnislied", ab 1922 war es offizielle Hymne der Weimarer Republik. Die Alliierten verboten 1945 den Text, in der Bundesrepublik konnte sich aber eine "Hymne an Deutschland" (von R. A. Schröder) nicht durchsetzen, so dass hier seit 1952 offiziell die dritte Strophe des Deutschlandlieds ("Einigkeit und Recht und Freiheit ...") als Nationalhymne gesungen wird.