Deutschlandsender

    Aus Lexikon Drittes Reich

    überregionaler deutscher Rundfunksender, der als stärkster Langwellensender Europas am 20. 12. 27 bei Königs Wusterhausen den Betrieb aufnahm. Nach der Verstaatlichung des deutschen Rundfunks unter Papen hatte der Deutschlandsender ab 1. 1. 33 den Programmauftrag, "Repräsentant des Reichs und der deutschen Kultur" zu sein, im Gegensatz zu den einzelnen deutschen Reichssendern, die ihre Programme "dem Landschaftscharakter ihres Gaues" anpassen sollten, so dass der Deutschlandsender im Dritten Reich besondere Bedeutung für die In- wie Auslandspropaganda besaß. 1939 wurde er nach Harzburg an der Elster verlegt, nach 1945 war er in der SBZ zunächst dem Berliner Rundfunk angegliedert und wurde 1971 umbenannt in "Stimme der DDR".