Devisenbewirtschaftung

    Aus Lexikon Drittes Reich

    Regelung des auswärtigen Zahlungsverkehrs durch staatliche Maßnahmen. Schon gegen Ende der Weimarer Republik war 1931 eine begrenzte Devisenkontrolle eingeführt worden, um die strapazierte Zahlungsbilanz zu stabilisieren. Die Nationalsozialisten setzten aufgrund des ständigen Devisenmangels die Devisenbewirtschaftung als Mittel zur Steuerung des Außenhandels intensiv ein, um damit dem Primärziel Aufrüstung die außenwirtschaftliche Absicherung zu geben. Anfangs wurden mittels Devisenkontingentierung die Zahlungsmittel zugeteilt; von 1934 an (Neuer Plan) konnte dann über eine Einfuhrmengenregelung direkt politischer Einfluss auf die Warenzusammensetzung genommen werden.