Dresden

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutsche Großstadt an der Elbe mit 630 000 Einwohnern (1940). Am 13./14. 2. 45 flogen die britische und amerikanische Luftwaffe in drei Wellen Bombenangriffe auf die bis dahin verschonte Kunst-Stadt ("Elb-Venedig"), die unverteidigt und zudem mit schlesischen Flüchtlingen überfüllt war. Nach amtlichen Schätzungen kamen 35 000 Menschen ums Leben. Zwar dürfte die tatsächliche Opferzahl höher liegen, die sechsstelligen Angaben jedoch, die bald verbreitet wurden, entbehren der Grundlage. Auch wenn damit die Todesrate des Atombombenangriffs auf Hiroshima nicht erreicht wurde, ist Dresden neben Coventry zum Inbegriff des sinnlosen Luftterrors im Zweiten Weltkrieg geworden, der auch auf alliierter Seite heftig kritisiert wurde.