Edmund Veesenmayer

    Aus Lexikon Drittes Reich

    SS-Brigadeführer (15. 3. 44) und Diplomat

    geboren: 12. November 1904 Bad Kissingen gestorben: 1977


    Studium der Wirtschaftswissenschaften; Dozent in München, 1925 NSDAP-Beitritt. Veesenmayer erhielt durch gute Beziehungen zu einflussreichen Wirtschaftskreisen Zugang zum Diplomatischen Dienst, arbeitete nach 1932 im Auswärtigen Amt und kam im Mai 41 an die deutsche Gesandtschaft in Zagreb. Schon damals mit "Judenangelegenheiten" befasst, wurde Veesenmayer im März 44 Gesandter des Deutschen Reichs in Ungarn und sorgte dort trotz weiterhin nomineller Unterstellung unter das Auswärtige Amt v. a. für die Abwicklung der Endlösung der Judenfrage, die Eichmann leitete. Veesenmayer wurde dafür am 2. 4. 49 in Nürnberg zu 20 Jahren Freiheitsstrafe verurteilt, kam aber nach Gnadenerlass des US-Hochkommissars McCloy schon im Dezember 51 frei.