Edward Frederick Lindley Wood Earl of Halifax

    Aus Lexikon Drittes Reich

    englischer Politiker

    geboren: 16. April 1881 in Powderham Castle, Devonshire gestorben: 23. Dezember 1959 in Garrowby Hall, Yorkshire


    Viscount (1934), Earl (1944), ab 1910 konservativer Abgeordneter im englischen Unterhaus, 1921/22 parlamentarischer Staatssekretär für die Kolonien, 1925-31 Vizekönig in Indien, 1935 Kriegsminister. 1938 wurde Halifax als Nachfolger Edens von N. Chamberlain zum Außenminister ernannt und führte die britische Appeasement-Politik fort, da er den militärischen Konflikt mit dem nationalsozialistischen Deutschland vermeiden wollte. Hitlers eigentliche Eroberungspläne durchschaute er nicht: Man tappte herum, schrieb er später, "wie ein Blinder, der seinen Weg über den Sumpf zu finden versucht, während jedermann von den Ufern verschiedene Informationen über die nächste Gefahrenzone ruft". Da Halifax die revisionistischen Ziele Hitlers bis zu einem gewissen Grad für berechtigt hielt, hoffte er durch Zugeständnisse im Münchener Abkommen die deutsche Expansionspolitik zu stoppen. Erst nach "Zerschlagung" der so genannten Resttschechei erkannte er, dass Hitler "nur durch Gewalt zu bändigen" sei. 1940 gab Halifax das Außenministerium ab und wurde Botschafter in den USA (bis 1946).