Ehegesundheitsgesetz

    Aus Lexikon Drittes Reich

    in Ergänzung des Gesetzes zur Verhütung erbkranken Nachwuchses vom 14. 7. 33 am 18. 10. 35 erlassene Erweiterung des Eherechts um Gesichtspunkte der Erbpflege. Nach dem Ehegesundheitsgesetz wurden Ehen verboten, bei denen eine Ansteckungsgefahr bestand oder mit schädlichen Folgen für die Nachkommenschaft zu rechnen war. Entmündigten Personen oder geistig Behinderten wurde die Ehetauglichkeit entzogen. Gegen das Ehegesundheitsgesetz "erschlichene" Ehen waren nichtig.