Ehrenschutz

    Aus Lexikon Drittes Reich

    allgemeine Bezeichnung für gesetzliche und parteioffizielle Regelungen zur Sicherung gegen Ehrverletzungen: 1. für die Rassenschutzgesetzgebung nach dem Nürnberger "Gesetz zum Schutze des deutschen Blutes und der deutschen Ehre" vom 15. 9. 35 (Blutschutzgesetz); 2. für die eigene Ehrengerichtsbarkeit der NSDAP, ihrer Untergliederungen und der angeschlossenen Verbände, zur Wahrung der "gemeinsamen Ehre der Partei und ... des einzelnen Parteigenossen" (Parteigerichte); 3. für ehrengerichtliche Verfahren von Berufsverbänden und der DAF als beruflicher Ehrenschutz (Ehrengerichte); nachrangig an 4. Stelle für die strafrechtlichen Vorschriften zum Schutze der individuellen Ehre.