Eintopfsonntag

    Aus Lexikon Drittes Reich

    1933 eingeführter Brauch zur Förderung des völkischen Gemeinschaftsgedankens im Sinne eines "Sozialismus der Tat": An bestimmten Sonntagen sollte das ganze Volk nur ein Eintopfgericht essen und den Differenzbetrag zum höheren Preis einer normalen Sonntagsmahlzeit dem Winterhilfswerk spenden; führende Repräsentanten des Dritten Reichs suchten durch öffentliche Schau-Essen von der Volkstümlichkeit dieses Gerichts zu profitieren und nutzten es in der Propaganda zur sinnbildhaften Umschreibung: "Der Nationalsozialismus ist eine gute deutsche Hausmannskost, ein Eintopfgericht" (Goebbels, 7. 11. 33).