Eiserne Front

    Aus Lexikon Drittes Reich

    auf Initiative des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold unter Beteiligung von SPD, Gewerkschaften und Arbeitersportverbänden am 16. 12. 31 in Berlin ins Leben gerufene Organisation (Emblem: drei Pfeile, publizistisches Organ: "Eiserne Front"), die den republikanischen Widerstand gegen den Machtanspruch der extremen Rechten (Harzburger Front) koordinieren sollte. Ohne Mitwirkung wichtiger bürgerlicher Kräfte wurde die Eiserne Front unter Führung von Höltermann und Wels zu einem unzureichend bewaffneten Kampfverband der demokratischen Linken, der dem Terror insbesondere von SA und SS nicht gewachsen war. Vor und nach dem Preußenschlag (20. 7. 32) versagte die Eiserne Front, als sie aufgrund der resignierenden Grundposition der SPD auf einen machtpolitischen Kampf außerhalb der juristischen und parlamentarischen Bahnen verzichtete. Die Eiserne Front zerfiel im Mai 33 nach der Zerschlagung der Gewerkschaften.