Elite

    Aus Lexikon Drittes Reich

    (französisch = Auslese), in Frankreich seit dem 17. Jahrhundert geläufige, im 19. Jahrhundert von der Sozialphilosophie adaptierte Bezeichnung für Führungsschicht einer Gesellschaft. Die Zugehörigkeit zur Elite hängt von Geburt und/oder Macht bzw. Wert einer Person ab. So kennen selbst egalitäre Gesellschaftsentwürfe den Elitebegriff wie etwa der Marxismus-Leninismus mit seiner Lehre von der Arbeiterklasse als Avantgarde der Revolution und vom Kader als Kernorganisation der revolutionären Partei. Der Faschismus dagegen strebt Elitebildung in bewusst hierarchischem, antidemokratischem Sinne an zur Herrschaftssicherung durch ständisch-vertikale Gesellschaftsgliederung. Dem entsprach das nationalsozialistische Führerprinzip, das aus dem angeblich "aristokratischen Prinzip der Natur" sozialdarwinistisch legitimiert wurde. Anders aber als der faschistische Staat beabsichtigte der Nationalsozialismus damit keine ständische Abschottung, sondern die Herausbildung von politischen, militärischen und ökonomischen Funktions-Eliten durch Auslese und Schulung, wie z. B. die SS oder ihre militärische Organisation, die Waffen-SS, als Elitetruppe.