Else Nieviera

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutsche Gewerkschaftlerin

    geboren: 12. April 1891 Pößneck (Thüringen) gestorben: 24. Mai 1944 Berlin


    Krankenpflegerin, dann Beamtin bei der Gewerbeaufsicht; SPD-Mitgliedschaft; 1927 Wahl in den Vorstand des Textilarbeiterverbands. Nieviera lehnte 1933 das Angebot der Deutschen Arbeitsfront ab, sich gegen eine Loyalitätserklärung übernehmen zu lassen, wurde Löterin und kümmerte sich um die Familien politisch Verfolgter. Dass sie dafür auch Spenden englischer Quäker z. T. aus Prag heimlich über die Grenze brachte, führte 1939 zur Verurteilung zu 30 Monaten Gefängnis. Danach sorgte Nieviera in einem Rüstungsbetrieb für russische Zwangsarbeiter. Sie kam bei einem Bombenangriff ums Leben.