Emil Strauß

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutscher Schriftsteller

    geboren: 31. Januar 1866 in Pforzheim gestorben: 10. August 1960 in Freiburg im Breisgau


    In sehr unterschiedlichen, literarisch anspruchsvollen, aber häufig an völkischer Heimatdichtung orientierten Werken stellte Strauß immer wieder ein idealisiertes Landleben großstädtischem "Asphalt" entgegen: So findet im Roman "Das Riesenspielzeug" (1934) ein Intellektueller zu nichtentfremdeter, vegetarischer Lebensweise: Der "deutsche Mensch" erneuert sich aus dem Bauerntum. Zusammen mit Kolbenheyer und Schäfer trat Strauß 1931 aus der Preußischen Dichterakademie wegen angeblicher linker Vorherrschaft aus und nach der "Reinigung" 1933 wieder ein. Als "Kämpfer um die Erneuerung völkischer deutscher Lebensgemeinschaft" durch zahlreiche Literaturpreise und die Berufung in den Reichskultursenat geehrt. Rassistisches Gedankengut und Kooperation mit den Nationalsozialisten schmälerten jedoch auch nach 1945 nicht das Ansehen von Strauß, der bis zu seinem Tod weiter zu den meistausgezeichneten deutschen Dichtern (1956 Prof. h. c.) zählte.