Enrico Corradini

    Aus Lexikon Drittes Reich

    italienischer Schriftsteller und Politiker

    geboren: 20. Juli 1865 San Miniatello (heute zu Montelupo Fiorentino) gestorben: 9. Dezember 1931 Rom


    beeinflusst von D'Annunzio, verherrlichte Corradini in seinen Schriften das antike Erbe Italiens (u. a. "Giulio Cesare", Roman 1902) und die kriegerischen Tugenden. Er entwickelte sich zum extremen Nationalisten (1910 Gründung der Associazione Nazionalista) und übertrug das Klassenkampfmodell auf die internationale Politik: "proletarische" Nationen (wie Italien) gegen die reichen (Kolonial-)Staaten. Parolen von einem "nationalen Sozialismus" tauchen schon früh bei Corradini auf, der zum Wegbereiter des Faschismus und einem der ersten Anhänger Mussolinis wurde: 1923 Senator, 1928 Staatsminister.