Enteignung

    Aus Lexikon Drittes Reich

    Verfahren zur Überführung von Privateigentum, besonders an Grund und Boden, in staatlichen Besitz gegen Entschädigung. Die Möglichkeiten zur Enteignung wurden im Dritten Reich stark ausgeweitet, da der staatliche Bodenbedarf sprunghaft anstieg: für die Wehrmacht (Gesetz vom 29. 3. 35), die zivile Luftfahrt (Gesetz vom 27. 6. 33), die Autobahnen (Gesetz vom 18. 12. 33), die Energiewirtschaft (Gesetz vom 13. 12. 35). Auch die Beschaffung von Land für die Heimstätten erforderte Regelungen zur Enteignung, die aber schon vor 1933 geschaffen worden waren.