Erich Hilgenfeldt

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutscher Politiker

    geboren: 2. Juli 1897 Heinitz (Kreis Ottweiler) gestorben: 25. April 1945 Berlin


    kaufmännischer Angestellter, Betriebsleiter in der mittelständischen Industrie, dann zum Statistischen Reichsamt. Politisch arbeitete Hilgenfeldt im Nationalverband Deutscher Offiziere und im Stahlhelm, bis er 1929 der NSDAP beitrat, wo er als Organisator und Propagandist Karriere machte und 1933 Gauinspekteur von Groß-Berlin wurde. Durch die Übernahme zahlreicher Funktionen und Ämter stieg Hilgenfeldt schnell zum wichtigsten Sozialpolitiker des Dritten Reichs auf. Als Leiter des Amts für Volkswohlfahrt bei der Reichsleitung der NSDAP und als Reichsleiter der NSV wurde Hilgenfeldt von Goebbels mit der Führung des Winterhilfswerks betraut, das er innerhalb weniger Wochen so erfolgreich aufbaute, dass ihn die Presse als "General der Winterhilfsschlacht" feiern konnte. Hilgenfeldt sorgte für die Gleichschaltung der Organisationen der freien Wohlfahrtspflege und sah in der Sozialpolitik vornehmlich ein propagandistisches Instrument des Staats.