Erich Knauf

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutscher Journalist

    geboren: 21. Februar 1895 Meerane (Sachsen) gestorben: 2. Mai 1944 Berlin (hingerichtet)


    Kriegsfreiwilliger, 1922-28 Redakteur bei der Plauener "Volkszeitung", bis 1933 Lektor bei der Büchergilde Gutenberg. Knauf, dessen Feuilletons und Biographien (u. a. "Daumier", 1932) viel beachtet waren, wurde aufgrund einer unerwünschten Opernkritik 1934 aus der Reichspressekammer ausgeschlossen und mehrere Wochen in den KZ Oranienburg und Lichtenburg inhaftiert. Danach war er in der Filmwerbung tätig und mit dem Zeichner E. O. Plauen ("Vater und Sohn") befreundet. Beide wurden im Februar 44 wegen angeblich regimefeindlicher Äußerungen denunziert. Während Plauen den Freitod wählte, wurde Knauf am 6. 4. 44 vom Volksgerichtshof zum Tod verurteilt.