Erich Maria Remarque

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutscher Schriftsteller

    geboren: 22. Juni 1898 in Osnabrück gestorben: 25. September 1970 in Locarno


    (ursprünglich E. P. Remark). Mit seinem Roman "Im Westen nichts Neues" wurde Remarque 1929 über Nacht berühmt, im nationalsozialistischen Sinne allerdings eher berüchtigt. Das Buch schilderte nämlich den Krieg ungeschminkt und den so oft und gern glorifizierten "Heldentod" als elendes Verrecken. Die nationalsozialistische Kritik bescheinigte Remarque daher Produktion "tendenziöser Zerrbilder des Frontkämpfertums" und "Zersetzung des Volksgeistes". Bei ersten Aufführungen der Roman-Verfilmung Anfang Dezember 30 in Berlin demonstrierte SA mit Stinkbomben und weißen Mäusen im Kino; auf Antrag zweier Landesregierungen wurde der Film schließlich verboten. 1931 ging Remarque in die Schweiz, 1938 bürgerten ihn die Nationalsozialisten aus, 1939 Emigration in die USA, dann Rückkehr in die Schweiz. Weitere Romane: "Der Weg zurück" (1931), "Drei Kameraden" (1938), "Arc de triomphe" (1946), "Die Nacht von Lissabon" (1962).