Erich von dem Bach-Zelewski

    Aus Lexikon Drittes Reich

    SS-Obergruppenführer und General der Polizei (November 41)

    geboren: 1. März 1899 Lauenburg gestorben: 8. März 1972 München


    November 14 jüngster Kriegsfreiwilliger Deutschlands, bei Kriegsende Kompanieführer, danach im schlesischen Grenzschutz, Reichswehr, Bach-Zelewski trat 1930 der NSDAP und im Jahr darauf der SS bei; nacheinander Führer der SS-Oberabschnitte Nordost (Königsberg) und Südost (Breslau). 1932-44 war Bach-Zelewski Mitglied des Reichtags. Schon in der Röhm-Affäre zeichnete er sich als besonders brutal aus, wurde Gruppenführer und bei Beginn des Russlandfeldzugs (22. 6. 41) Höherer SS- und Polizeiführer im Bereich der Heeresgruppe Mitte. Himmler betraute ihn im Juli 43 mit der "Bandenbekämpfung" an der gesamten Ostfront, was nicht nur Partisanen-, sondern v. a. auch Judenverfolgung und -liquidierung bedeutete. Für die Niederschlagung des Warschauer Aufstandes erhielt Bach-Zelewski das Ritterkreuz. Nach Kriegsende stellte er sich als Zeuge der Anklage in Nürnberg zur Verfügung und entging so der Auslieferung an die Sowjetunion. Erst eine deutsche Spruchkammer verurteilte ihn 1949 zu zehn Jahren Arbeitslager (nie vollstreckt). 1961 wurde Bach-Zelewski wegen Teilnahme an den Morden der Röhm-Affäre zu 58 Monaten Haft und 1962 wegen der Ermordung politischer Gegner 1933 zu lebenslänglichem Zuchthaus verurteilt. Seine Beteiligung an Judenerschießungen im Osten - es gebe in Estland keinen Juden mehr, schrieb er am 31. 10. 41 - blieb ohne Sühne.