Ernst Bertram

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutscher Schriftsteller

    geboren: 27. Juli 1884 Elberfeld (heute Wuppertal-Elberfeld) gestorben: 2. Mai 1957 Köln


    1922 Professor für Germanistik in Köln. Bertram machte sich als Lyriker und Essayist in völkisch-deutschnationalen Kreisen einen Namen durch Beschwörung germanisch-nordischer Mythen als Urgrund der deutschen Geschichte. Obwohl mit Th. Mann, den er vergeblich für das Dritte Reich zu gewinnen suchte, freundschaftlich verbunden, begrüßte Bertram grundsätzlich die Bücherverbrennung und feierte die nationale Erhebung ("Deutscher Aufbruch", 1933). Für sein literarisches Werk (u. a. "Wartburg", Spruchgedichte 1933; "Die Fenster von Chartres", Gedichte 1940) erhielt er 1942 den Görres-Preis, 1944 den Rheinischen Literaturpreis. Nach dem Krieg zeitweise Schreibverbot, 1950 emeritiert.