Ernst Kundt

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutscher Politiker

    geboren: 15. April 1897 Böhmisch-Leipa gestorben: 15. Februar 1947 Prag-Pankraz


    Nach dem Studium der Rechte und der Volkswirtschaft organisierte und führte Kundt ab 1922 die sudetendeutsche Jugendbewegung. Er wurde 1933 Mitglied der Sudetendeutsche Heimatfront und gründete 1935 u. a. mit Henlein die Sudetendeutsche Partei (SdP). Im April 39 wurde Kundt in die NSDAP aufgenommen und kurz darauf MdR. Nach dem Überfall auf Polen wurde er im September 39 Stadtkommissar, Anfang 40 Kreishauptmann von Tarnów und August 41 Gouverneur des Distrikts Radom. Im Januar 45 kehrte Kundt nach Karlsbad zurück, wo er im Mai verhaftet wurde. Im Dezember 46 in Prag vor Gericht gestellt, wurde Kundt drei Monate später zum Tod verurteilt. Das Urteil ließ Staatspräsident Beneš am selben Tag vollstrecken.