Ernst Rüdiger Fürst von Starhemberg (*1899)

    Aus Lexikon Drittes Reich

    österreichischer Politiker

    geboren: 10. Mai 1899 in Eferding gestorben: 15. März 1956 in Schruns


    noch kurze Zeit im Ersten Weltkrieg Frontsoldat, danach Jurastudium in Innsbruck und München; Anschluss an rechtsradikale Kreise, Mitglied des "Sturmzugs Tirol" im Verband des Freikorps Oberland. Starhemberg nahm an Hitlers Putschversuch im November 23 teil, ging nach dem Scheitern zurück nach Österreich und trat 1928 in den Heimatschutz ein; 1930-36 dessen Vorsitzender. Als Vertreter der Heimwehren (Austrofaschismus) wurde er 1930 Innenminister, unterstützte Dollfuß bei der Etablierung des österreichischen Ständestaats und war als Führer der Vaterländischen Front 1934-36 Vizekanzler. Als entschiedener Gegner des Nationalsozialismus und Verfechter der österreichischen Unabhängigkeit suchte Starhemberg Anlehnung ans faschistische Italien, verlor aber im Zuge der deutsch-italienischen Annäherung an Einfluss und ging 1937 ins Exil. 1940 kämpfte er auf französischer Seite gegen die Wehrmacht, entkam nach England und Südamerika; 1956 Heimkehr.