Ernst Rudolf Huber

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutscher Staatsrechtslehrer

    geboren: 8. Juni 1903 Oberstein gestorben: 28. Oktober 1990 Freiburg im Breisgau


    Huber wurde 1931 Privatdozent in Bonn, ging 1933 als Professor nach Kiel, 1937 nach Leipzig und lehrte 1941-45 in Straßburg. Er verfasste 1937/39 das führende Lehrbuch des nationalsozialistischen Verfassungsrechts: Der Führer bilde den wahrhaften Willen des Volks, der von den subjektiven Überzeugungen der einzelnen "Volksgenossen" zu unterscheiden sei. Die Wirtschaft habe sich dem Führer und den politischen Gesamtvorstellungen unterzuordnen. 1952 wurde Huber Professor in Freiburg im Breisgau, ging 1957 an die Hochschule für Sozialwissenschaft in Wilhelmshaven und 1962 nach Göttingen. Er wurde in der Bundesrepublik v. a. als Autor einer siebenbändigen "Deutschen Verfassungsgeschichte seit 1789" bekannt.