Ernst Udet

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutscher Jagdflieger

    geboren: 26. April 1896 in Frankfurt am Main gestorben: 17. November 1941 in Berlin


    im Ersten Weltkrieg Führer einer Jagdstaffel, erfolgreichster überlebender Flieger (62 Abschüsse), Pour le Mérite, 1919 als Oberleutnant ausgeschieden. Udet machte sich in den 20er Jahren als kühner Kunstflieger und versierter Testpilot einen Namen. Göring holte ihn 1935 als Oberst ins Reichsluftfahrtminister, machte ihn 1936 zum Inspekteur der Jagd- und Sturzkampfflieger und ernannte ihn 1939 zum Generalluftzeugmeister. Sein Rüstungskonzept - Jäger, Stukas, leichte Bomber - bewährte sich in der ersten Kriegsphase, war aber den strategischen Anforderungen schon der Luftschlacht um England nicht gewachsen und konnte die nie angekündigten Aufgaben des Russlandfeldzugs nicht erfüllen. Udet kapitulierte vor den massiven Anschuldigungen Hitlers und Görings und nahm sich das Leben. Die nationalsozialistische Propaganda bemäntelte seinen Tod als Flugunfall. Udet diente Zuckmayer als Vorbild für die Figur seines Helden im Drama "Des Teufels General".