Ernst von Salomon

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutscher Schriftsteller

    geboren: 25. September 1902 in Kiel gestorben: 9. August 1972 in Winsen an der Luhe


    Teilnahme an Freikorpskämpfen im Baltikum und Oberschlesien (1919) sowie am Kapp-Putsch (1920). Salomon, der aus seiner Ablehnung der Republik und seinen antisemitischen Vorurteilen keinen Hehl machte, war 1922 an der Ermordung Rathenaus beteiligt und erhielt dafür fünf Jahre Zuchthaus. Trotz seiner nationalkonservativen Einstellung hielt er Distanz zu den Nationalsozialisten, deren Praxis seinen Vorstellungen von einer nationalen, preußischen Idealen verpflichteten "Erhebung" widersprach. Gleichwohl feierte das Regime seine Bücher, insbesondere den Freikorps-Roman "Die Geächteten" (1930), als nationale Dokumente, die den Wiederaufstieg Deutschlands förderten. Salomon arbeitete während des Dritten Reichs vornehmlich unpolitisch als Drehbuchautor, wurde nach dem Krieg bis 1946 von den Amerikanern interniert und veröffentlichte 1951 seinen sarkastischen Entnazifizierungsroman "Der Fragebogen", der zu einem der erfolgreichsten Nachkriegstitel in Deutschland wurde.