Erwin von Witzleben

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutscher Generalfeldmarschall und Widerstandskämpfer

    geboren: 4. Dezember 1881 in Breslau gestorben: 8. August 1944 in Berlin-Plötzensee


    1934 Generalmajor und Befehlshaber im Wehrkreis III. Witzleben, der schon seit der Sudetenkrise 1938 zu den Befürwortern eines Sturzes Hitlers gehörte, zog als Befehlshaber der 1. Armee in den Polenfeldzug (September 39) und in den Frankreichfeldzug (Mai/Juni 40), wurde am 26. 10. 40 Oberbefehlshaber der Heeresgruppe D in Frankreich und am 1. 5. 41 Oberbefehlshaber West. Am 21. 3. 42 auf Verdächtigungen hin abgelöst, arbeitete Witzleben für den militärischen Widerstand und rang sich schließlich trotz religiöser Bedenken die Zustimmung zu einem Attentat auf Hitler ab. Für den Fall des Gelingens war er als Oberbefehlshaber der Wehrmacht vorgesehen. Der Staatsstreich vom Zwanzigsten Juli 44 aber schlug fehl, Witzleben wurde am nächsten Tag verhaftet und am 8. 8. 44 zum Tod verurteilt.