Eupen-Malmedy

    Aus Lexikon Drittes Reich

    belgisches Grenzgebiet bei Aachen, 1 036 km² mit 62 000 Einwohnern (1933), davon 52 000 deutschsprachige. Eupen-Malmedy gehörte seit 1815 zu Preußen und wurde im Versailler Vertrag zu den so genannten Abstimmungsgebieten geschlagen als Ausgleich für Kriegsschäden. Belgien führte aber nur eine öffentliche "consultation" durch (24. 7. 20), bei der Befürworter des Verbleibens bei Deutschland mit massiven Nachteilen bedroht wurden (Lebensmittelentzug u. a.). So trugen sich nur 271 von 33 726 Wahlberechtigten in die Listen ein; deutsche Proteste ignorierte der Völkerbund. 1926 kam es auf Anregung Stresemanns und mit belgischer Zustimmung zu Rückgabeverhandlungen, die an französischem Einspruch scheiterten. Am 18. 5. 40 verfügte Hitler die Rückgliederung von Eupen-Malmedy ins Deutsche Reich. Nach dem Krieg kam es mit kleinen Korrekturen erneut an Belgien.