Europäische Neuordnung

    Aus Lexikon Drittes Reich

    Propaganda-Beschönigung der Pläne für eine Umgestaltung Europas nach dem "Endsieg" unter deutscher Führung "aus der Mitte heraus" (Abendland). Dahinter verbarg sich das Projekt eines "Großgermanischen Reiches Deutscher Nation" vom Atlantik bis zum Ural, das in diesem Gebiet die Rasse- und Raumziele des Nationalsozialismus umsetzen sollte. Das bedeutete die konsequente Endlösung der Judenfrage und Unterjochung insbesondere der "Ostvölker", die Verschiebung großer Bevölkerungsmassen nach Osten zur "Germanisierung" des russischen Raums (Generalplan Ost), das Herabdrücken auch der westlichen Nationen zu abhängigen Helotenvölkern und den Ausbau eines autarken "Großwirtschaftsraums" Europa mit dem kolonialen "Ergänzungsraum" Afrika, der den kommenden Endkampf um die Weltherrschaft mit den USA erfolgreich bestehen könne. In dieser brutal-utopischen europäischen Neuordnung war für Partner des deutschen Herrenvolkes kein Platz. Hitlers Behandlung selbst kollaborationswilliger faschistischer Bewegungen anderer Länder war bereits im Krieg von kaum verhüllter Verachtung geprägt und strafte die Verbrüderungsthesen der offiziellen Europa-Ideologie Lügen. Nicht einmal mit den angeblich "germanischen Brudervölkern" in den Niederlanden, in Norwegen oder Dänemark kam es zu friedensvertraglichen Regelungen.