Eva Braun

    Aus Lexikon Drittes Reich

    Geliebte Adolf Hitlers

    geboren: 6. Februar 1912 in München gestorben: 30. April 1945 in Berlin


    Nach dem Selbstmord von "Geli" Raubal im September 31 wurden die Beziehungen zwischen Hitler und Braun, die er 1929 im Atelier seines Fotografen Hoffmann kennen gelernt hatte, intim. Das Verhältnis wurde sorgfältig vor der Öffentlichkeit verborgen, um das Bild des allem Irdischen entrückten Führers nicht zu stören. Als Ausgleich für die damit verbundene Einsamkeit, die bis zur Suizidgefahr führte, kaufte Hitler für Braun 1935 eine Villa in der Münchener Wasserburger Straße (heute Delpstraße) und ließ sie wenig später auf den Berghof umziehen. Doch auch hier musste sie im Hintergrund bleiben und konnte nur im engsten Kreis als Hitlers "Hausfrau" auftreten, die Führerhauptquartiere im Krieg waren ihr verschlossen. Sie musste damit Hitlers Frauenideal der unemanzipierten, unpolitischen "Kameradin" entsprechen, auch wenn ihr aus Staatsräson der sonst erwünschte Kindersegen versagt blieb. Am 15. 4. 45 folgte Braun Hitler gegen seinen ausdrücklichen Wunsch in den Bunker unter der Reichskanzlei und wurde am 29. 4. mit ihm getraut. Am folgenden Tag nahmen sich beide das Leben, die Leichen wurden nach Hitlers Willen im Garten verbrannt.