Führerhauptquartiere

    Aus Lexikon Drittes Reich

    feste Kommandozentralen Hitlers mit Bunkern, Wohngebäuden u. a. im In- und Ausland, von denen aus Hitler mit seinem Stab (Wehrmachtsführungsstab) im Zweiten Weltkrieg die Operationen leitete. Während des Polenfeldzugs hatte er noch kein stationäres Führerhauptquartier und fuhr am 3. 9. 39 mit seinem Befehlszug "Adler" ins Kriegsgebiet, das er nach verschiedenen Frontbesuchen am 26. 9. wieder verließ. Im weiteren Verlauf des Kriegs benutzte Hitler folgende Führerhauptquartiere:

    "Felsennest" bei Münstereifel (10. 5.-5. 6. 40), "Wolfsschlucht" (vorher "Waldwiese") bei Bruly de Peche in Belgien (6.-17. 6. und 19.-28. 6. 40), "Tannenberg" auf dem Kniehis im Schwarzwald (28. 6.-5. 7. 40). Während des Balkanfeldzugs hielt sich Hitler wieder in seinem Befehlszug auf. Für den Russlandfeldzug wurde bei Rastenburg in Ostpreußen das bekannteste Führerhauptquartier "Wolfsschanze" gebaut. Hier arbeitete Hitler vom 24. 6. 41-17. 6. 42. Vom 16. 7.-31. 10. 42 bezog er das Führerhauptquartier "Werwolf" bei Winniza in der Ukraine. Danach war er vom 31. 10. 42-7. 11. 42 und vom 22. 11. 42-17. 2. 43 wieder in der "Wolfsschanze". Als Führerhauptquartier wurde erneut vom 19. 2.-13. 3. 43 "Werwolf" genutzt, von wo Hitler in die "Wolfsschanze" zurückkehrte. Nach der Invasion begab er sich am 17. 6. 44 in das Führerhauptquartier "Wolfsschlucht II" bei Soissons, sein einziger Aufenthalt in diesem Führerhauptquartier. Am 14. 7. 44 traf Hitler wieder in der "Wolfsschanze" ein, wo am Zwanzigsten Juli das Attentat auf ihn verübt wurde. Das Näherrücken der sowjetischen Front zwang ihn am 20. 11. 44 zum Verlassen dieses Führerhauptquartiers. Die Ardennenoffensive führte Hitler dann vom 10. 12. 44-16. 1. 45 vom Führerhauptquartier "Adlerhorst" aus und zog sich nach Scheitern der Offensive in den Befehlsbunker unter der Reichskanzlei zurück.