Fabian von Schlabrendorff

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutscher Jurist und Widerstandskämpfer

    geboren: 1. Juli 1907 in Halle an der Saale gestorben: 30. September 1980 in Wiesbaden


    Schlabrendorff gehörte schon vor der Machtergreifung zu den konservativen Gegnern Hitlers und des Nationalsozialismus. Er äußerte dies auch danach in Veröffentlichungen, was zu regierungsamtlichen Verboten führte. Vergeblich warb er später in London um Unterstützung für den deutschen Widerstand, war im Krieg Ordonnanzoffizier Tresckows und beteiligt an den misslungenen Attentaten im März 43. Nach dem Fehlschlag auch des Staatsstreichs vom Zwanzigsten Juli 44 wurde er verhaftet und entging dem Todesurteil nur, weil die Verhandlung am 3. 2. 45 wegen eines Bombenangriffs, bei dem Freisler starb, abgebrochen werden musste. Schlabrendorff wurde von amerikanischen Truppen aus KZ-Haft befreit und gehörte später in der Bundesrepublik zu den angesehensten Juristen (1967-75 Richter am Bundesverfassungsgericht). Er veröffentlichte 1946 die Studie "Offiziere gegen Hitler" und 1966 "Gerstenmaier im 3. Reich".