Facharbeiter

    Aus Lexikon Drittes Reich

    fachspezifische ausgebildeter und - in der Regel nach dreijähriger Lehrzeit - geprüfter Arbeiter. Im Zuge der nationalsozialistischen Aufrüstung machte sich sehr früh ein Facharbeitermangel, besonders in Metall- und Bauberufen bemerkbar, dem durch gezielten, gesetzlich geregelten Arbeitseinsatz begegnet wurde. Hinzu kam wegen der Geburtenausfälle des Ersten Weltkriegs ein Nachwuchsengpass, der durch Vorschriften zu vermehrter Lehrlingsausbildung bekämpft wurde. Zur Sicherung des Vierjahresplanes wurden rüstungswichtige Betriebe bevorzugt mit Facharbeitern versorgt, wozu auch - sonst kaum möglich - außertarifliche Anreize genutzt wurden (Sozialpolitik).