Fahne

    Aus Lexikon Drittes Reich

    (abgeleitet vom althochdeutschen Gundfano: Kampftuch), schon in der Antike wie bei den Germanen gebräuchlich als Kampf-, Feld-, Siegeszeichen. Fahnen, besonders die Hakenkreuzfahne als Symbol von Nation und Gemeinschaft, genossen im Dritten Reich kultische Verehrung; das Hissen der Nationalflagge an Feiertagen galt als "Bekenntnis der deutschen Volksgemeinschaft und ... Bejahung des Staates" (Kerrl), sollte den Bürgern Ehre wie Pflicht sein (Hausfahne); Fahnen der NSDAP wurden auf Reichsparteitagen durch Berührung mit der Blutfahne "geweiht". Die Wehrmacht erhielt erst am 18. 3. 36 von Hitler Fahnen "verliehen", denen militärische Ehren zu erweisen waren (Fahnenwache), auf die der soldatische Treueid geschworen wurde (Fahneneid).