Ferdinand Porsche

    Aus Lexikon Drittes Reich

    österreichisch-deutscher Autokonstrukteur

    geboren: 3. September 1875 in Maffersdorf bei Reichenberg gestorben: 30. Januar 1951 in Stuttgart


    Klempnerlehre, Weiterbildung im Selbststudium zum Ingenieur. Porsche fand Anstellung bei der Wiener Automobilfabrik Löhner, für die er 1900 ein Elektrofahrzeug mit Radnabenmotor konstruierte. 1906 wechselte er zur Firma "Austro-Daimler", wurde 1916 deren Generaldirektor und baute dort Autos mit Verbrennungsmotor, die internationales Aufsehen erregten. Ab 1923 bei den Daimler-Werken in Stuttgart beschäftigt, baute er 1933 für Auto Union einen Sportwagen, der auf Jahre hinaus alle internationalen Rennen gewann und Porsche die Berufung in die oberste Sportbehörde einbrachte. Im Frühjahr 37 beauftragte ihn Hitler mit der Konstruktion eines kleinen Massenfahrzeugs, das für jedermann erschwinglich sein sollte. Dieses Projekt wurde mit 50 Millionen RM von der DAF gefördert und bereits zu Hitlers Geburtstag 1938 konnte Porsche den Volkswagen (zunächst "KdF-Wagen") vorstellen und wenig später die Geschäftsführung der neu gegründeten Volkswagen GmbH übernehmen. Hitler zeichnete ihn 1938 mit dem Nationalpreis für Kunst und Wissenschaft aus. Im Krieg als Panzerkonstrukteur weniger erfolgreich (gescheitertes Projekt eines 100-t-Kampfwagens), verlegte sich Porsche nach 1945 auf den Sportwagenbau.