Fettlücke

    Aus Lexikon Drittes Reich

    ernährungswirtschaftlicher Fehlbedarf bei der Versorgung mit fetthaltigen Nahrungsmitteln (1936: 45 %). Zur Erreichung einer Autarkie auf dem Fettsektor wurde 1933 ein Fettplan verabschiedet, der neben propagandistischen Inhalten ("Erzeugungsschlacht") Maßnahmen zur Produktionssteigerung durch vermehrten Anbau von fett- und eiweißhaltigen Nutzpflanzen, Steigerung der Mastleistungen, Hebung der Milchfettgewinnung vorsah. Flankierend sollten Maßnahmen der Verbrauchssteuerung der am 4. 4. 33 errichteten "Reichsstelle für Öle und Fette" (Fettsteuer, Kontingentierung u. a.) helfen, die Fettlücke und die Eiweißlücke zu schließen. Dabei wurden durch Kundenlisten erstmals die im Krieg nötigen Rationierungen erprobt.