Flüchtlinge

    Aus Lexikon Drittes Reich

    Menschen, die aus politischen, rassischen oder religiösen Gründen ihre Heimat oder ihren Heimatstaat verlassen mussten. Das Flüchtlingsproblem gehört zu den brennendsten des 20. Jahrhunderts und wurde insbesondere bei und nach Ende des Zweiten Weltkriegs akut. Es traf insbesondere Deutschland durch die Vertreibung von über zwölf Millionen Deutschen aus den Ostgebieten und Osteuropa, von denen 7,7 Millionen in die Bundesrepublik zogen (= 16,1 % der Bevölkerung). Hinzu kamen bis 1951 knapp eine Million Flüchtlinge aus der Sowjetzone bzw. der DDR.