Freiheit

    Aus Lexikon Drittes Reich

    nach nationalsozialistischer Auffassung neben der Ehre höchster sittlicher Wert, der beim "nordischen Menschen" der "germanischen Willenhaftigkeit" entspringe. V. a. Rosenberg wandte sich gegen die demokratische Freiheit, die durch Anarchie jede Freiheit zu Despotie werden lasse. Er stellte dem die "schöpferische Freiheit" des Germanen gegenüber, die durch Zurückgehen des Menschen "in sich selbst zu seinem Eigensten" entstehe. Dazu gehöre die Erkenntnis, dass der Einzelne immer nur so frei sein könne wie die "Blutgemeinschaft", zu der er gehöre. Sie wieder finde ihr "Tiefstes, Eigenes" im "Führer", so dass wahre Freiheit sich nur im "Verhältnis von Führer und Gefolgschaft" verwirkliche. Der Waffendienst z. B. sei den liberalen Denkern Inbegriff der Vernichtung von Freiheit, für den "germanischen Menschen" dagegen stelle er die höchste Freiheitsentfaltung dar, weil er die Freiheit und Ehre seines Volkes erst sichere. Während die christliche Freiheit eigentlich nur eine "Freiheit des schlechten Gewissens" (sündigen oder nicht) sei, bekenne sich der "deutsche Mensch" zu einer Freiheit, die auf Treue zu "Führer" und "Volksgemeinschaft" beruhe.