Freiwilligenverbände

    Aus Lexikon Drittes Reich

    im Zweiten Weltkrieg Bezeichnung für die mit der deutschen Wehrmacht kämpfenden Truppenteile aus Angehörigen deutsch besetzter oder verbündeter Länder. Diese dienten als "Hilfswillige" (Hiwis) beim Tross, an der Front beim Heer und v. a. bei der Waffen-SS, sie arbeiteten für die Organisation Todt oder übernahmen Polizeiaufgaben u. a. bei der Partisanenbekämpfung.


    1945 standen etwa eine Million Mann bei den Freiwilligenverbänden, zu deren ersten Einheiten die mittlerweile ausgeschiedene spanische Blaue Division gehörte, deren letzte größere Einheit die Wlassow-Armee wurde. Die wirklich Freiwilligen unter den Angehörigen der Freiwilligenverbände - viele waren unter erheblichen Druck gesetzt worden - waren meist nach Beginn des Russlandfeldzugs in die deutschen Werbebüros geströmt, um am "Kreuzzug gegen den Bolschewismus" teilzunehmen. Ihre desillusionierten Berichte über das antichristliche Klima in den SS-Verbänden machten es den Werbern des SS-Hauptamts unter Berger bald immer schwerer. Dennoch bildete die Waffen-SS insgesamt 21 Freiwilligenverbände aus fast 30 Nationen.