Freizeit

    Aus Lexikon Drittes Reich

    allgemein arbeitsfreie Zeit der Berufstätigen, die für die Nationalsozialisten "mindestens ebenso wichtig, wenn nicht wichtiger als der Alltag" (Ley) sein sollte. Um keine zu großen individuellen Freiräume bei der Freizeiterholung bestehen zu lassen und um die Reproduktion der Arbeitskraft möglichst optimal zu gewährleisten, sah der Staat in "Unterhaltung in verschiedenster Form" eine seiner "wichtigsten Aufgaben" (Ley). Die Gestaltung der Freizeit des "schaffenden Menschen" gehörte in den Zuständigkeitsbereich von Kraft durch Freude (mit dem Amt für Reisen, Wandern, Urlaub, dem Amt "Feierabend", dem Sportamt, dem Amt für "Schönheit der Arbeit" sowie dem Deutschen Volksbildungswerk). Das Spektrum der offiziellen Freizeitgestaltung reichte von abendlichen Unterhaltungs-, Weiterbildungsveranstaltungen, Theaterbesuchen über Wiederbelebung "alter Volksbräuche" bis zu Reisen und Schulungslagern.